Kostenübernahme für logopädische Behandlungen bei Erwachsenen

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei erwachsenen Patienten 90 % der Kosten für logopädische Therapien. Die Selbstbeteiligung der Patientin/ des Patienten liegen demnach bei 10%. Hinzu kommt eine Beteiligung von 10,- pro Verordnung, eine so genannte “Verordnungsblattgebühr“. Unter gewissen Umständen kann man von den Selbstkosten befreit werden. Bitte erkundigen Sie sich diesbezüglich bei Ihrer Krankenkasse. Dies ist der aktuelle Stand von Mai 2010.
Beim Erlass eines neuen Gesundheitsgesetzes im Rahmen einer so genannten “Gesundheitsreform” können sich die Bestimmungen jeweils ändern.
Um eine logopädische Behandlung zu erhalten, benötigen Sie eine ärztliche Verordnung, die je nach Störungsbild der HNO-Arzt, der Phoniater, der Kieferorthopäde, der Zahnarzt, der Hausarzt oder der Neurologe ausstellt.
In der Regel werden zunächst 6-10 Therapieeinheiten zu 30 - 45 Minuten verordnet. Nach Ablauf dieser Behandlungssequenz informiere ich den behandelnden Arzt über die genaue Diagnose, den Therapieverlauf sowie über den aktuellen Behandlungsstand.
Falls die Behandlung noch nicht abgeschlossen ist, stellt der Arzt dann eine weitere Heilmittelverordnung aus. Je nach derzeitiger Gesetzeslage ist es zuvor erforderlich, dass sich der Arzt in regelmäßigen Abständen oder einmal im Quartal auch persönlich ein Bild vom aktuellen Behandlungsstand des Patienten macht. Er bestellt ihn also ein, bevor er eine neue Verordnung aushändigt.
Falls die Patientin/ der Patient aufgrund starker körperlicher Beeinträchtigungen (z.B. nach Kopfverletzung oder Schlaganfall) nicht in der Lage ist, meine Praxis aufzusuchen, so werden die logopädischen Behandlungen vom Arzt als “Hausbesuch” verordnet, d.h. dass ich die Therapie mit dem Patienten je nach Bedarf im Krankenhaus, Seniorenheim bzw. bei ihm zu Hause durchführe.
Haben Sie weitere Fragen? Ich informiere Sie gerne!